08/03/2026 0 Kommentare
Konzert-Lesung "Denk ich an Deutschland in der Nacht"
Konzert-Lesung "Denk ich an Deutschland in der Nacht"

„Wir träumten von nichts als Aufklärung“ formuliert Moses Mendelssohn und die Aufforderung Kants, den eigenen Verstand zu benutzen, führte zu Umwelzungen in Europa. Die französische Revolution und der darauf folgende Napoleonische Krieg waren die Folge.
Die Dichter und Musiker der Romantik sehen sich durch den Wiener Kongress in den Hoffnungen auf eine demokratische Ordnung in Europa betrogen. Resigniert zogen sie sich in ihre „Innerlichkeit“ zurück. Aber unter der Oberfläche gärte es. Das zeigen verschiedene Gedichte, Reflexionen und Kompositionen. So geriet Bettine von Arnim durch ihr „Armenbuch“ in Bedrängnis, Georg Büchner provozierte und agitierte durch das Flugblatt: „Der Hessische Landbote“ und wurde zur Emigration gezwungen, die Rede zum Hambacher Fest führte zu heftigen Reaktionen der preußischen Staatskanzlei, Heinrich Heine wurde ausgesprochen deutlich in der Beurteilung seiner Heimat, und die Gedichte von Hoffmann von Fallersleben verstecken den Aufstand in ironischer Sprache. Die Frauen der Zeit suchten, wie Annette von Droste-Hülshoff, Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy oder Rebecka Dirichlet, geb. Mendelssohn Bartholdy, einen Ausweg aus dem verordneten Frauenkorsett.
Die Musik von W.A. Mozart, Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy und Frédéric Chopin sprechen eine aufschlussreiche musikalische Sprache.
Rezitation und Konzept: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Nadja Bulatovic, Klavier
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